Wiesbach-Renaturierung: Mit Wurzelstöcken und Muskelkraft für mehr Leben im Bach

Anfang September haben Mitglieder der Fischergilde Barbara e.V. und des Bund Naturschutz am Wiesbach kräftig angepackt. Mit Wurzelstöcken, großen Steinen, Pfählen und jeder Menge Muskelkraft haben wir den Startschuss für ein Pilotprojekt zur Renaturierung des Bachs gegeben.

Ziel: Ein abwechslungsreicher, naturnaher Bach

Auf rund 600 Metern soll der bisher oft geradlinige und strukturarme Wiesbach wieder abwechslungsreicher werden – zum Vorteil von Fischen und vielen anderen Wasserbewohnern.

So funktioniert’s: Wurzeln und Steine lenken die Strömung

Dafür wurden Wurzelstöcke und Steine gezielt im Bachbett eingebaut. Sie lenken die Strömung um, schaffen unterschiedliche Fließgeschwindigkeiten und sorgen für Gumpen, kleine Stromschnellen und Verwirbelungen. So entstehen neue Lebensräume, die den Bach naturnäher und vielfältiger machen. Außerdem sollen so Laichgebiete für die Forellen entstehen.

Erste Erfolge schon während der Arbeiten

Dass sich schon mit wenigen gezielten Eingriffen etwas bewegen lässt, war direkt vor Ort zu sehen: Noch während wir gearbeitet haben, wurde Sediment weggespült, und erste kleine Stromschnellen und Gumpen bildeten sich.

Schonzeit für die Fische

Damit sich der Bestand in Ruhe entwickeln kann, haben wir uns entschieden, die Fische zu schonen: In diesem Jahr werden am Wiesbach keine Tageskarten mehr verkauft. Dafür bekommen wir in Zukunft ein noch tolleres Gewässer!

Ein großes Dankeschön

Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die mit angepackt haben, und an den Bund Naturschutz für die tolle Zusammenarbeit!

Ein gelungener erster Schritt, der zeigt, was gemeinschaftliches Engagement für unsere Gewässer bewirken kann!

Mehr zum Projekt

Petri Heil!

Jörg Kübel